Wie bringt man den Partner dazu, sich gesünder zu ernähren?

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In einer Beziehung kann es schnell zu Diskussionen kommen, wenn sich ein Partner gesund ernähren möchte, der andere diese Ambitionen aber nicht teilt. Wie kann man dieses Beziehungsproblem lösen?

Lebt man mit dem Partner zusammen, spielt das gemeinsame Essen eine große Rolle – egal, ob beim gemeinschaftlichen Einkaufen, Kochen, Essen oder bei Restaurantbesuchen.

Möchte nun aber ein Partner seine Ernährung umstellen, der andere ist von dieser Idee hingegen nicht zu begeistern, treten schnell Streitereien auf.

Ernährungsberater kennen dieses Problem, viele Klienten kommen deshalb zu ihnen. Sie sind euphorisch und motiviert in Anbetracht ihrer neuen Ernährungsweise, können den Partner aber nicht zu einer Teilnahme bewegen.

Doch gibt es einige Strategien, die auf Kommunikation, Mitgefühl und Verständnis beruhen – wie bei so vielen anderen Streitpunkten in einer Partnerschaft –, und die einen Ausweg aus dieser Situation bieten können.
 

1. Grenzen setzen

Wir unterscheiden uns von unserem Partner. Egal, wie nah man dem anderen ist, man bleibt immer ein Individuum mit seinen eigenen Vorlieben, Abneigungen, Bedürfnissen, Zielen und Wünschen.

Deshalb könnte es für den Partner eine große Anstrengung bedeuten, seine Ernährungsweise umzustellen. Und wenn er das nur tut, um dem anderen einen Gefallen zu tun, und nicht, weil er selbst es will, wird das auf lange Sicht nicht funktionieren.

Autonomie in einer Beziehung ist wichtig, das gilt auch für die Ernährung. Ist der Partner nicht daran interessiert, diese zu ändern, sollte das respektiert werden. Den anderen zu etwas zu drängen, was er nicht möchte, ist keine gute Lösung. Und erst recht keine, die der Beziehung guttut.
 

2. Zwei Essen sind besser als keins

Natürlich ist es einfacher beim Einkaufen, bei gemeinsamen Restaurantbesuchen oder beim Kochen, wenn beide Partner auf die gleiche Ernährungsweise setzen. Ist das aber nicht der Fall, dann sollte jeder Partner seinen Vorlieben folgen.

Nur so können beide glücklich sein und sich wohl in ihrer Haut fühlen und somit auch eine glückliche Beziehung führen – auch wenn es etwas umständlicher ist, wenn man zwei verschiedene Gerichte kochen muss.

Am Ende geht es aber doch darum, gemeinsam am Tisch zu sitzen und nicht, zwangsweise aus dem gleichen Topf zu essen.
 

3. Die Suche nach Gleichgesinnten

Wir setzen unseren Partner ganz schön unter Druck, muss er doch oftmals all unsere Bedürfnisse erfüllen. Ist er aber nicht daran interessiert, seine Ernährung umzustellen, können wir auch im Freundeskreis, in der Familie oder unter den Kollegen nach Gleichgesinnten suchen.

Mit ihnen kann man ebenso gut in Restaurants gehen, Rezeptideen austauschen oder über seine Ernährungsziele sprechen.
 

4. Überschneidungspunkte suchen

Auch wenn die Ernährungsweise noch so unterschiedlich zwischen zwei Partnern ist, findet man sicherlich immer Überschneidungspunkte. Es sollte versucht werden, Mahlzeiten zuzubereiten, die beide befriedigen, indem man sie entsprechend anpasst. 

Gleiches gilt für gemeinsame Restaurantbesuche. Hier sollte man im Voraus darauf achten, dass es für jeden eine Option im Menü gibt. Auch mit unterschiedlichen Vorlieben kann man zusammen Spaß beim Essen haben.

Zu guter Letzt ist eine Veränderung der Ernährung nicht einfach, auch wenn Instagram es leicht erscheinen lässt. Es gibt viele Gründe dafür, warum ein Partner seine Ernährung möglicherweise nicht umstellen möchte.

Es ist wichtig, diese zu respektieren und wenn möglich, Hilfestellungen zu bieten statt den anderen zu verurteilen.

Quelle: Wie bringt man den Partner dazu, sich gesünder zu ernähren?

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