Banane: Exotisch, lecker und gesund

Die Banane zählt zu den beliebtesten Früchten der Welt. Man isst sie aus der Hand, verwendet sie aber auch für Shakes und Smoothies. Die süsse Exotin schmeckt nicht nur sehr gut. Sie ist ausserdem reich an Vitaminen und Mineralstoffen, wirkt antioxidativ und stärkt das Immunsystem. Unreife Bananen liefern überdies gesunde Ballaststoffe wie die resistente Stärke, so dass sie bei Durchfall genauso gut wie bei Verstopfung eingesetzt werden können. Reife Bananen hingegen sind aufgrund ihres fruchteigenen Zuckergehalts eine ideale Energiequelle für Sportler.

Nicht jede Banane ist gelb

Nach einer alten Le­gen­de lau­te­te der ur­sprüng­li­che Name der Ba­na­ne: „Die Vögel haben es er­zählt“. Hät­ten sich die Vögel nicht so be­geis­tert auf die rei­fen Ba­na­nen ge­stürzt, wäre der Mensch mög­li­cher­wei­se nie auf die Idee ge­kom­men, die gelbe Frucht zu pro­bie­ren. Heute gibt es keine an­de­re exo­ti­sche Obstart, die welt­weit so leicht er­hält­lich und der­art be­liebt ist wie die Ba­na­ne.

In Bezug auf die Ver­zehr­men­ge wird sie im deutsch­spra­chi­gen Raum nur vom Apfel ge­schla­gen: So isst jeder Deut­sche pro Jahr durch­schnitt­lich 25 Ki­lo­gramm Äpfel und 15 Ki­lo­gramm Ba­na­nen. Im Ver­gleich zum hei­mi­schen Apfel, muss die Ba­na­ne je­doch aus fer­nen Län­dern im­por­tiert wer­den. Den­noch wird sie sehr güns­tig und zu jeder Jah­res­zeit an­ge­bo­ten, so dass sie längst als selbst­ver­ständ­lich be­trach­tet wird.

Für uns Eu­ro­pä­er gibt es nur DIE Ba­na­ne. Sie ist gelb und hat eine ge­krümm­te Form. In Wirk­lich­keit aber gibt es mehr als 1.000 Ba­na­nen­sor­ten, die al­le­samt auch noch sehr un­ter­schied­lich aus­se­hen kön­nen. So gibt es Ba­na­nen in un­ter­schied­lichs­ten Grös­sen, mit roter, blau­er oder vio­let­ter Scha­le. Man­che schme­cken süss, an­de­re herb – und nicht jede Ba­na­ne ist krumm.

Die Makronährstoffe

Im Ver­gleich zu an­de­ren Obstar­ten ent­hält die Ba­na­ne we­ni­ger Was­ser, prak­tisch gar kein Fett, dafür aber jede Menge Koh­len­hy­dra­te. Der Ka­lo­ri­en­ge­halt liegt in Bezug auf 100 Gramm, was einer hal­ben Ba­na­ne ent­spricht, bei 95 kcal (397 kJ). Das Nähr­stoff­pro­fil ge­stal­tet sich bei einer gel­ben bzw. rei­fen Frucht wie folgt:

  • 74 g Was­ser
  • 1 g Ei­weiss
  • 0,3 g Fett
  • 21,4 g Koh­len­hy­dra­te (3,8 g Glu­co­se und 3,6 g Fruc­to­se sowie 3 g Stär­ke und 11 g Sac­cha­ro­se)
  • 2 g Bal­last­stof­fe

Fruc­to­se und Glu­co­se: Wich­tig ist ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis

Obstar­ten wie Ba­na­nen, Fei­gen oder Trau­ben wer­den nicht sel­ten kri­tisch be­äugt, da sie – zu­min­dest im rei­fen Zu­stand – nun ein­mal viel Zu­cker ent­hal­ten. Pro­ble­ma­tisch ist je­doch nicht der Zu­cker im Obst, son­dern viel­mehr der in­dus­tri­ell her­ge­stell­te Zu­cker. In Stu­di­en zeigt sich daher auch mit schö­ner Re­gel­mäs­sig­keit, dass Früch­te keine Ge­sund­heits­be­schwer­den ver­ur­sa­chen, wäh­rend In­dus­trie­zu­cker zu Fett­lei­big­keit füh­ren kann, das me­ta­bo­li­sche Syn­drom be­güns­tigt und das Ri­si­ko für Blut­hoch­druck, Le­ber­schä­den und Herz­krank­hei­ten er­höht.

Soll­ten Sie nun aber den Frucht­zu­cker nicht ver­tra­gen und an einer Fruc­to­s­ein­to­le­ranzlei­den, ist nicht al­lein der Fruc­to­se­ge­halt ent­schei­dend, son­dern auch das Fruc­to­se-Glu­co­se-Ver­hält­nis der je­wei­li­gen Frucht.

Ist die­ses Ver­hält­nis be­son­ders aus­ge­wo­gen oder über­wiegt gar, wie bei­spiels­wei­se bei der Ba­na­ne, der Glu­co­se­an­teil, dann wird die je­wei­li­ge Frucht deut­lich bes­ser ver­tra­gen als Früch­te mit Fruc­to­se­über­schuss. Al­ler­dings ist die Ver­träg­lich­keit von Früch­ten bei einer Fruc­to­s­ein­to­le­ranz stets sehr in­di­vi­du­ell aus­ge­prägt, so dass sich nicht pau­schal sagen lässt, ob Ba­na­nen nun bei die­ser Pro­ble­ma­tik ver­tra­gen wer­den oder nicht.

Süsse Bananen: Ein besonders energiereiches Obst für Sportler

Der hohe Zu­cker­ge­halt in Ba­na­nen kann be­son­ders im Sport ge­nutzt wer­den. Ge­ra­de bei lan­gen Sport­ein­hei­ten wie Rad­tou­ren oder Berg­wan­de­run­gen kann es zu Un­ter­zu­cker­sym­pto­men kom­men, wie etwa Un­ru­he und Ner­vo­si­tät, man fühlt sich zitt­rig und schwach auf den Bei­nen. Doch Un­ter­zu­cker kann prima ver­mie­den wer­den, indem recht­zei­tig Pau­sen ein­ge­legt und leich­te Mahl­zei­ten wie Ba­na­nen ge­ges­sen wer­den. Auch nach oder vor einem Aus­dau­er­trai­ning hel­fen Ba­na­nen, den En­er­gie-Level auf ge­sun­de Weise in der Ba­lan­ce zu hal­ten

For­scher von der Ap­pa­la­chi­an State Uni­ver­si­ty stell­ten bei­spiels­wei­se in einer Stu­die mit 14 gut trai­nier­ten Rad­sport­lern fest, dass diese nach dem Ver­zehr von Ba­na­nen einen grös­se­ren En­er­gie­schub er­leb­ten als nach einem ty­pi­schen Sport­ge­tränk. Auf einer Stre­cke von 75 Ki­lo­me­tern hat­ten die Sport­ler alle 15 Mi­nu­ten ent­we­der ein Glas eines Sport­ge­tränks ge­trun­ken oder eine halbe Ba­na­ne ge­ges­sen.

Ba­na­nen seien nicht nur reich an Koh­len­hy­dra­ten – so die Wis­sen­schaft­ler – son­dern auch an Bal­last­stof­fen, Vi­tal­stof­fen sowie An­ti­oxi­dan­ti­en. Dar­über hin­aus ste­cke in Ba­na­nen ein viel ge­sün­de­res Zu­cker­ge­misch als in Sport­ge­trän­ken, die nichts an­de­res seien als Zu­cker­was­ser mit Ge­schmacks­ver­stär­kern. Sport­lern jed­we­der Art sei des­halb ge­ra­ten, auf na­tür­li­che Koh­len­hy­drat­quel­len wie die Ba­na­ne zu set­zen.

Reife und un­rei­fe Früch­te: Der Un­ter­schied im Zu­cker­ge­halt

Ba­na­nen zäh­len zwar zu jenen Obstar­ten, die be­son­ders reich an Koh­len­hy­dra­ten bzw. Zu­cker sind, doch hängt der Zu­cker­ge­halt vom Rei­fe­grad der Ba­na­ne ab. Ver­gleicht man nun die gly­kämi­sche Last (GL) un­rei­fer Ba­na­nen mit jener von rei­fen Ba­na­nen, zeigt sich ein deut­li­cher Un­ter­schied. (Die gly­kämi­sche Last zeigt an, wie stark ein Le­bens­mit­tel den Blut­zu­cker­spie­gel be­ein­flusst.)

Un­rei­fe Ba­na­nen (noch leicht grün) haben eine GL von 9,6, reife Ba­na­nen (gelb mit brau­nen Punk­ten) von 12,8. Das ist dar­auf zu­rück­zu­füh­ren, dass un­rei­fe Ba­na­nen we­ni­ger Zu­cker, dafür aber mehr Stär­ke ent­hal­ten, was sich im Laufe des Rei­fungs­pro­zes­ses wan­delt. So ent­hält eine un­rei­fe Ba­na­ne Stär­ke und Zu­cker im Ver­hält­nis 20:1, was sich bei einer über­rei­fen Ba­na­ne genau um­ge­kehrt ver­hält. Bei der Rei­fung wird die Stär­ke nach und nach in Zu­cker um­ge­wan­delt.

Der Zu­cker- bzw. Stär­ke­ge­halt be­ein­flusst na­tür­lich auch den Ge­schmack und die Kon­sis­tenz der Ba­na­ne. Ist das Frucht­fleisch an­fangs noch eher hart und herb, wird es durch die Rei­fung immer wei­cher und süs­ser. Un­rei­fe Ba­na­nen stel­len auf­grund ihres nied­ri­gen Zu­cker­ge­halts ge­ra­de­zu idea­le Le­bens­mit­tel bei Blut­zu­cker­pro­ble­men dar.

Unreife Bananen regulieren den Blutzuckerspiegel

An einer Stu­die am Aar­hus Amts­sy­ge­hus nah­men 10 Pa­ti­en­ten mit Dia­be­tes Typ 2 teil. Es wurde un­ter­sucht, wie sich Ba­na­nen auf den Blut­zu­cker­spie­gel nach den Mahl­zei­ten aus­wir­ken. Die Pro­ban­den be­ka­men an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen je­weils 40 Gramm Weiss­brot, 120 Gramm un­rei­fe und 120 Gramm reife Ba­na­nen zum Essen. Die For­scher stell­ten fest, dass das Weiss­brot den Blut­zu­cker­spie­gel am stärks­ten an­stei­gen liess und dass die un­rei­fen Ba­na­nen am bes­ten ab­schnit­ten.

Ge­gen­über den zu­cker­rei­chen rei­fen Ba­na­nen haben die stär­ke­rei­chen un­rei­fen Ba­na­nen ent­schei­den­de Vor­tei­le, wie iri­sche Wis­sen­schaft­ler vom Uni­ver­si­ty Col­le­ge Dub­lin im Jahr 2016 her­aus­ge­fun­den haben. Denn sie haben tat­säch­lich die Fä­hig­keit, den Blut­zu­cker zu re­gu­lie­ren. Blut­zu­cker­spit­zen wer­den ab­ge­fan­gen, die In­su­lin­sen­si­ti­vi­tät wird ver­bes­sert und Heiss­hun­ger­at­ta­cken blei­ben aus.

Über Le­bens­mit­tel, die den Blut­zu­cker­spie­gel sen­ken, haben wir unter dem vor­an­ge­gan­gen Link für Sie be­rich­tet.

Präbiotika: Resistente Stärke für den Darm

Viel­leicht wun­dern Sie sich be­reits, warum aus­ge­rech­net ein hoher Stär­ke­ge­halt den Blut­zu­cker­spie­gel re­gu­lie­ren kön­nen soll, wo doch ge­ra­de stär­ke­rei­che Le­bens­mit­tel nor­ma­ler­wei­se eine hohe gly­kämi­sche Last auf­wei­sen. Stär­ke aber ist nicht gleich Stär­ke. Denn die in Ba­na­nen ent­hal­te­ne Stär­ke be­steht zu einem Teil aus sog. re­sis­ten­ter Stär­ke.

Re­sis­ten­te Stär­ke wird im Ge­gen­satz zu nor­ma­ler Stär­ke nicht zu Zu­cker (Glu­co­se) ab­ge­baut, son­dern ge­langt un­ver­än­dert in den Dick­darm, was na­tür­lich auch Ka­lo­ri­en spart. Sie wird daher zu den Bal­last­stof­fen ge­zählt.

So­wohl die Re­sis­ten­te Stär­ke als auch wei­te­re In­halts­stof­fe der Ba­na­ne wie Pek­tin und Oli­go­f­ruk­to­se zäh­len zu den wich­tigs­ten Prä­bio­ti­ka, was be­deu­tet, dass sie zu einer ge­sun­den Darm­flo­ra bei­tra­gen. Sie die­nen den Bak­te­ri­en im Dick­darm (Darm­flo­ra) als Nah­rung und wer­den von die­sen fer­men­tiert. Dabei ent­ste­hen kurz­ket­ti­ge Fett­säu­ren, die u. a. dafür sor­gen, dass das Mi­lieu im Darm einen ge­sun­den sau­ren pH-Wert er­reicht.

Zu den kurz­ket­ti­gen Fett­säu­ren wird z. B. die But­ter­säu­re ge­zählt. Ihr wird eine be­son­de­re Rolle für die Ge­sund­heit des Dick­darms zu­ge­spro­chen. Ei­ner­seits gilt sie als Haupt­ener­gie­quel­le der Dick­darm­schleim­haut, an­de­rer­seits wirkt sie gegen Ent­zün­dun­gen und sti­mu­liert die Darm­mo­to­rik. Prä­bio­ti­sche Le­bens­mit­tel wie die un­rei­fe Ba­na­ne kom­men darum u. a. Pa­ti­en­ten mit chro­nisch ent­zünd­li­chen Darm­er­kran­kun­gen zu­gu­te und sind zudem für die Prä­ven­ti­on von Darm­krebs von Be­deu­tung.

Bananen bei Durchfall und Verstopfung

Da durch die Re­sis­ten­te Stär­ke das Stuhl­ge­wicht er­höht wird, kön­nen grüne Ba­na­nen ei­ner­seits Ver­stop­fun­gen ent­ge­gen­wir­ken, aber auch bei Durch­fall ein­ge­setzt wer­den, da das ent­hal­te­ne Pek­tin die Darm­schleim­haut schützt und Bak­te­ri­en­gif­te bin­det.

In einer bra­si­lia­ni­schen Stu­die der Uni­ver­si­da­de Esta­du­al Pau­lis­ta konn­te man an 80 Kin­dern, die alle an Ver­stop­fung lit­ten, zei­gen, dass meist schon die Gabe grü­ner Ba­na­nen aus­reich­te, um die Ver­dau­ung wie­der in Schwung zu brin­gen. Be­nö­tig­ten Kin­der Ab­führ­mit­tel, konn­te deren Dosis ver­rin­gert wer­den, wenn gleich­zei­tig grüne Ba­na­nen ver­zehrt wur­den.

Mit einer dop­pelb­lin­den Stu­die aus Ban­gla­desh über­prüf­te man die Wir­kung grü­ner Ba­na­nen gegen an­hal­ten­de Durch­fäl­le bei 62 Säug­lin­gen im Alter von 5 bis 12 Mo­na­ten. Schon nach drei Be­hand­lungs­ta­gen hat­ten sich 55 Pro­zent jener Kin­der er­holt, die ge­koch­te grüne Ba­na­nen und Reis er­hal­ten hat­ten, wäh­rend es in der Kon­troll­grup­pe (die nur Reis ge­ges­sen hatte) nur 15 Pro­zent der Kin­der bes­ser ging. Nach vier Tagen ging es 78 Pro­zent der Ba­na­nen­kin­der gut, aber nur 23 Pro­zent der Reis­kin­der.

Die For­scher kamen zum Schluss, dass sich grüne Ba­na­nen prima eig­nen, um an Durch­fall er­krank­te Kin­der zu be­han­deln. Dazu kommt, dass Ba­na­nen zahl­rei­che Vit­ami­ne und Mi­ne­ral­stof­fe ent­hal­ten, so­dass durch den Durch­fall her­vor­ge­ru­fe­ne Nähr­stoff­ver­lus­te aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen.

Die Mikronährstoffe: Vitamine und Mineralstoffe

Pro 100 Gramm sind in der Ba­na­ne die fol­gen­den Vi­tal­stof­fe ent­hal­ten (RDA = emp­foh­le­ne Ta­ges­do­sis):

  • 230 µg Beta­ca­ro­tin (11,5 Pro­zent der RDA): Das An­ti­oxidans kann vom Kör­per in Vit­amin A um­ge­wan­delt wer­den – die RDA wird hier­bei fast zu 5 Pro­zent er­füllt. Dar­über hin­aus wirkt die Vit­amin-A-Vor­stu­fe gegen freie Ra­di­ka­le und kann das Krebs­ri­si­ko sen­ken.
  • 57 µg Vit­amin B2 (4,8 Pro­zent der RDA): Das Wachs­tums­vit­amin ist am Stoff­wech­sel be­tei­ligt, wich­tig für die Zell­funk­ti­on und die Ent­wick­lung und soll dabei hel­fen, Mi­grä­ne vor­zu­beu­gen.
  • 950 µg Vit­amin B3 (5,6 Pro­zent der RDA): Be­ein­flusst die Blut­fet­te po­si­tiv, sorgt für einen guten Schlaf und ist wich­tig für das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem, wes­halb es bei psy­chi­schen Stö­run­gen wie De­pres­sio­nen oder De­menz ein­ge­setzt wird.
  • 370 µg Vit­amin B6 (18,5 Pro­zent der RDA): Ist in punc­to Ei­weiss­auf­bau ein Schlüs­sel­vit­amin, am Stoff­wech­sel des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems be­tei­ligt und un­ver­zicht­bar für die Im­mun­ab­wehr.
  • 6 µg Vit­amin B7 (5,5 Pro­zent der RDA): Stärkt die Ner­ven und die Ab­wehr­kräf­te, re­du­ziert Was­ser­ein­la­ge­run­gen und beugt Lern- und Ent­wick­lungs­stö­run­gen vor.
  • 12 mg Vit­amin C (12 Pro­zent der RDA): Wirkt an­ti­oxi­da­tiv, ist am Auf­bau von Hor­mo­nen be­tei­ligt, kann die Ei­sen­auf­nah­me ver­bes­sern und hemmt die Bil­dung von krebs­er­re­gen­den Ni­tro­sa­mi­nen, die z. B. beim Er­hit­zen ge­pö­kel­ter Le­bens­mit­tel ent­ste­hen.
  • 10 µg Vit­amin K (14,3 Pro­zent der RDA): Ist es­sen­ti­ell für die Blut­ge­rin­nung und spielt eine Rolle für den Kno­chen­stoff­wech­sel, die Kno­chen­bil­dung und die Kno­chen­fes­tig­keit.
  • 530 µg Man­gan (15 Pro­zent der RDA): Leis­tet einen ent­schei­den­den Bei­trag im Kampf gegen freie Ra­di­ka­le, un­ter­stützt den Auf­bau von Kol­la­gen und sti­mu­liert die Bil­dung von Band­schei­ben- und Knor­pel­ge­we­be.
  • 130 µg Kup­fer (10,4 Pro­zent der RDA): Das le­bens­wich­ti­ge Spu­ren­ele­ment ist an der Bil­dung von Bin­de­ge­we­be sowie Blut be­tei­ligt – bei Durch­fall be­steht ein er­höh­ter Be­darf.
  • 360 mg Ma­gne­si­um (10,3 Pro­zent der RDA): Das Power­vit­amin ist im Kör­per an der Ak­ti­vi­tät von vie­len hun­dert le­bens­wich­ti­gen En­zy­men be­tei­ligt und ist es­sen­ti­ell für Leis­tung und En­er­gie.
  • 393 mg Ka­li­um (9,8 Pro­zent der RDA): Ist mit­ver­ant­wort­lich für die Re­gu­la­ti­on des Was­ser­haus­hal­tes, spielt eine zen­tra­le Rolle bei der Reiz­wei­ter­lei­tung der Ner­ven, ist an der Mus­kel­tä­tig­keit be­tei­ligt und re­gu­liert den Blut­druck.
  • 0,5 mg Eisen (4,5 Pro­zent der RDA): Das Spu­ren­ele­ment wird un­be­dingt für den Sau­er­stoff­trans­port im Blut und die En­er­gie­ge­win­nung be­nö­tigt.

Antioxidantien senken das Krankheitsrisiko

So­wohl das Frucht­fleisch als auch die Scha­le der Ba­na­ne sind laut einer Stu­die an der Fe­deral Uni­ver­si­ty of Santa Ca­ta­ri­na sehr reich an bio­ak­ti­ven Sub­stan­zen, die an­ti­mi­kro­bi­ell und an­ti­oxi­da­tiv wir­ken, das Im­mun­sys­tem stär­ken und somit das Ri­si­ko für di­ver­se Krank­hei­ten wie Ar­te­rio­skle­ro­se und Krebs sen­ken. Dazu zäh­len u. a. Ca­ro­ti­no­ide (z. B. Beta­ca­ro­tin), Phy­tos­te­ro­le, bio­ge­ne Amine (z. B. Do­pa­min) und Po­ly­phe­n­o­le (z. B. Fla­vo­no­ide).

Magengeschwüre und Krebs

Eng­li­sche For­scher un­ter­such­ten ein be­stimm­tes Fla­vo­no­id aus der Ba­na­ne. Es heisst Leu­ko­cya­ni­din und hat die Fä­hig­keit, die Ma­gen­schleim­haut vor Schä­den zu schüt­zen, z. B. durch As­pi­rin. Dar­über hin­aus gibt es be­reits et­li­che Hin­wei­se, dass die­ses Fla­vo­no­id Ma­gen­ge­schwü­ren ent­ge­gen­wirkt und diese auch lin­dern kann.

Über­dies wei­sen Ba­na­nen krebs­hem­men­de Ei­gen­schaf­ten auf. Hier­bei kommt laut einer ja­pa­ni­schen Stu­die vor­der­grün­dig den rei­fen Früch­ten eine tra­gen­de Rolle zu. Diese wei­sen näm­lich einen hö­he­ren Ge­halt an An­ti­oxi­dan­ti­en auf, wir­ken somit ef­fek­ti­ver gegen freie Ra­di­ka­le, sti­mu­lie­ren die Bil­dung von weis­sen Blut­kör­per­chen und stär­ken das Im­mun­sys­tem. Ja, reife Ba­na­nen sol­len das Im­mun­sys­tem 8-mal mehr stär­ken als die un­rei­fen Früch­te.

Nahrung für die Nerven

Ba­na­nen zäh­len zu jenen Le­bens­mit­teln, die am meis­ten vom Glücks­hor­mon Do­pa­min ent­hal­ten. Auch hier haben die rei­fen Früch­te die Nase vorn. Ana­ly­sen an der Kobe Uni­ver­si­ty in Japan haben ge­zeigt, dass sich im Frucht­fleisch von 100 Gramm rei­fen Ba­na­nen bis zu 10 Mil­li­gramm Do­pa­min ver­ber­gen. Des Wei­te­ren ent­hal­ten Ba­na­nen prak­tisch alle Vit­ami­ne des B-Kom­ple­xes, die es­sen­zi­ell für das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem sind (Aus­nah­me Vit­amin B12).

Es ver­wun­dert also nicht, dass Ba­na­nen in der tra­di­tio­nel­len Me­di­zin schon sehr lange zur Stär­kung der Ner­ven und gegen De­pres­sio­nen ein­ge­setzt wer­den. In der Ba­na­nen­scha­le ste­cken sogar bis zu 560 Mil­li­gramm Do­pa­min. Wis­sen­schaft­ler sehen darin des­halb ein gros­ses Po­ten­zi­al, um Krank­hei­ten wie Par­kin­son zu ver­hin­dern und zu hei­len. In un­se­ren Brei­ten wird die Frucht zwar sehr gern ge­ges­sen, aber die Scha­le oder die Blät­ter sind hier­zu­lan­de noch immer un­be­kann­te Heil­mit­tel.

Kauf und Lagerung

Da kon­ven­tio­nell an­ge­bau­te Ba­na­nen zu jenen Früch­ten zäh­len, die am meis­ten mit Pes­ti­zi­den be­las­tet sind, soll­ten Sie aus­nahms­los auf Bio-Ba­na­nen zu­rück­grei­fen. Ach­ten Sie aus­ser­dem auf Fair-Trade-Sie­gel, wenn Sie sich an der Aus­beu­tung von Plan­ta­gen­ar­bei­tern nur un­gern be­tei­li­gen möch­ten.

Über­le­gen Sie beim Kauf Ihrer Bio-Ba­na­nen, ob Sie diese im un­rei­fen oder rei­fen Zu­stand essen möch­ten, denn die grü­nen Früch­te rei­fen nach. Wie lange Ba­na­nen hal­ten, hängt von den La­ger­be­din­gun­gen ab. Die Exo­tin liebt einen luf­ti­gen, küh­len sowie tro­cke­nen Ort. Wer­den Ba­na­nen aus­ser­dem hän­gend – z. B. an einem Haken – auf­be­wahrt, kön­nen sie prima bis zu zwei Wo­chen ge­la­gert wer­den.

Wenn Sie den Rei­fungs­pro­zess hin­aus­zö­gern möch­ten, la­gern Sie die rei­fen Ba­na­nen ein­fach zu­sam­men mit un­rei­fen Früch­ten wie Bir­nen oder Avo­ca­dos, die ih­rer­seits da­durch schnel­ler reif wer­den. Droht eine Ba­na­ne über­reif zu wer­den, kön­nen Sie diese in das Obst- und Ge­mü­se­fach Ihres Kühl­schranks geben, damit sie nicht so schnell ver­dirbt.

Über­dies kön­nen Sie Ba­na­nen (ge­schält und in Stü­cke ge­schnit­ten) in einen Ge­frier­beu­tel geben und ein­frie­ren. Tief­ge­kühl­te Ba­na­nen eig­nen sich gut zum Ba­cken und Ko­chen, für Smoot­hies oder Frucht­s­os­sen. Sie kön­nen dar­aus mit einem Mixer aber auch auf die Schnel­le ein le­cke­res Eis zau­bern. Dazu wer­den die ge­fro­re­nen Ba­na­nen­stü­cke ein­fach cre­mig ge­mixt. Geben Sie etwas Zi­tro­nen­saft hinzu, ei­ni­ge Stü­cke Mango oder auch etwas Ing­wer.

Die Banane beweist Vielfalt in der Küche

Am liebs­ten wer­den Ba­na­nen pur oder in Form von Ba­na­nen-Split (mit Eis und Scho­ko­sau­ce) ge­nos­sen, sie pas­sen aber auch wun­der­bar in Müs­lis, Obst­sa­la­te, Smoot­hies und Shakes. Für eine Ba­na­nen­milch kön­nen Sie auf tie­ri­sche Milch bes­tens ver­zich­ten, pro­bie­ren Sie es z. B. mit der köst­li­chen Erd­man­del­milch, mit Ha­fer­drink oder Reis­drink. Auch ge­kocht und ge­ba­cken ist die Ba­na­ne ein Ge­nuss, z. B. als Des­sert in Form von Ba­na­nen­ku­chen.

Ein be­son­de­rer Ku­chen ist das so­ge­nann­te Ba­na­nen­brot, das ein prima En­er­gie­lie­fe­rant bei Aus­dau­er­sport­ar­ten dar­stellt. Ein wei­te­rer be­lieb­ter Snack sind Ba­na­nen­chips. Üb­li­cher­wei­se wer­den un­rei­fe Ba­na­nen in Schei­ben ge­schnit­ten, in Öl frit­tiert und dann ge­trock­net.

Die süsse Exo­tin har­mo­niert zudem per­fekt mit pi­kan­ten Ge­wür­zen wie Chili und ver­leiht herz­haf­ten Ge­rich­ten wie Cur­rys eine be­son­ders fruch­ti­ge und aro­ma­ti­sche Note. Chut­neys, Sos­sen und Sup­pen er­hal­ten durch die cre­mi­ge Ba­na­ne eine sä­mi­ge Kon­sis­tenz. Sie su­chen nach er­prob­ten Ba­na­nen­re­zep­ten? In un­se­rer Da­ten­bank wer­den Sie be­stimmt fün­dig:

Wir wün­schen Ihnen viel Spass beim Nach­ko­chen und einen aus­ge­zeich­ne­ten Ap­pe­tit!

Quelle: Banane: Exotisch, lecker und gesund

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